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Die Adipositas-Epidemie

 

Fettleibige Amis kosten mehr als der Irakkrieg!

Das als krankhaft zu bezeichnende Übergewicht also die sog. Adipositas oder Fettsucht mit einem Body-Mass-Index von über 30 hat inzwischen mehr als epidemische Ausmaße erreicht. Noch immer führen die USA in sämtlichen Statistiken in Bezug auf Prävalenz an. So zeigen die Ergebnisse der größten landesweit durchgeführten Befragung in den USA (Behavioral Risk Factor Surveillance System), dass im Jahr 1990 noch kein einziger Bundesstaat eine adipöse Bevölkerung von über 15% aufweisen konnte, während im Jahr 2009 bei der selben Umfrage 33 Bundesstaaten Werte von 25% und mehr zeigten. Neun Staaten weisen gar Werte von 30% und deutlich mehr auf.

Die Situation in den europäischen Ländern ist ähnlich nur etwas zeitversetzt. So sind dzt. 13% aller Österreicherinnen und Österreicher über 20 Jahre als adipös zu bezeichnen, während die Werte vor 10 Jahren noch bei etwa 9% lagen. Die für Deutschland erhobenen Ziffern liegen mit 15% noch etwas höher; in beiden Ländern ist die jährliche Zunahme der adipösen Bevölkerung erschreckend hoch, was an die Situation in den USA während der 70-er Jahre erinnert.

Entwicklung der Adipositas BMI > 30

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Abb. 1 - Die Graphik zeigt die Entwicklung der Adipositas (gekennzeichnet durch einen BMI von 30 und größer) in der Schweiz (grün), Österreich (blau), Deutschland (schwarz) und den USA (rot). Die Aufzeichnungen beginnen in den USA bereits im Jahr 1962, während sie in den andern Ländern erst im Laufe der 90-er Jahre erstmals erhoben wurden.

Quellen: Bundesamt für Statistik, Schweizerische Gesundheitsbefragung; Statistik Austria; Gesundheitsberichterstattung des Bundes; NHES National Health Examination Survey)

Dem gegenüber stehen die immer höheren Kosten, die das Übergewicht verursacht. Noch nie ist so viel Geld sowohl in präventive Programme wie auch in die Behandlung der Adipositas und deren Folgeerkrankungen investiert worden. So haben sich entsprechend einer Mitteilung des Bundesamtes für Gesundheit in der Schweiz die Krankheitskosten für Übergewicht und Adipositas seit dem Jahr 2004 bis heute von jährlich SFR 2,6 Mrd. auf SFR 5,8 Mrd. verdoppelt. In Deutschland wird bereits heute vom drohenden vollständigen Kollaps des bestehenden Gesundheitssystems gesprochen.

Jährliche Therapiekosten in den USA für die Folgen der Apipositas in Mrd. USD

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Abb. 2 - Die jährlichen Therapiekosten für die Behandlung der Folgen des Übergewichtes in den USA haben sich innerhalb von 10 Jahren verdoppelt und zeigen eine anhaltende Tendenz nach oben. Im Jahr 2008 waren diese Kosten höher als die Ausgaben mit 12 Mrd. USD monatlich für den Irakkrieg.

Zusammenfassend stehen wir vor einem sozio-ökonomischen Paradoxon: die Prävalenz der Adipositas steigt parallel zu den dagegen aufgewandten Präventionskosten. Dies muss im Sinne einer völligen Kapitulation des bestehenden Gesundheitssystems interpretiert werden. Journalistisch auf den Punkt gebracht hat diese Situation übrigens die Schweizer Zeitschrift „Blick“ die Situation in den USA mit der Headline:„Fettleibige Amis kosten mehr als der Irakkrieg“.

Ist der Body-Mass-Index noch zeitgemäß?

Der sog. Body-Mass-Index (BMI) wurde bereits im 19. Jahrhundert von Adolphe Quételet, einem belgischen Astronomen und Statistiker errechnet. Die Idee dahinter ist es, eine mathematische Korrelation in Form eines berechenbaren Wertes zwischen Körpergewicht und Körpergröße darzustellen. Die dabei erhobenen Werte sollen Auskunft über das Vorliegen von Normalgewicht, Übergewicht und Fettsucht geben.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Anteil der österrechischen Bevölkerung mit BMI von 25 bis 30 (grau) und über 30 (grün)

Abb. 3 - Die Abbildung gibt Aufschluss über die Verteilung des BMI der österreichischen Bevölkerung aufgegliedert in Übergewicht (BMI 25 bis 30) und Apipositas (BMI > 30). Zwar attestieren moderne Untersuchungen und Studien einerseits bei einem BMI von 25 bis 30 noch keinen eindeutig pathologischen Zustand doch besteht andererseits die Gefahr, dass jene Personen, die dzt. dieser Gruppe angehören, bei anhaltender Gewichtszunahme eindeutig adipös werden.

Quelle: Statistik Austria, Gesundheitsbefragung 2006/07

Während auf das sog. Normalgewicht in der vorliegenden Betrachtung nicht näher eingegangen werden soll, ist es notwendig, die Definition des Übergewichtes, das entsprechend des Body-Mass-Index bei Werten zwischen 25 und 30 liegt, näher zu betrachten. Der BMI kann keine Aussage darüber machen, ob bei der jeweiligen Körpermasse ein höherer Fett- (Übergewicht, Adipositas) oder Muskelanteil vorliegt. Besonders bei Sportlern finden sich daher immer wieder höhere BMI-Werte und diese wären somit entsprechend der Definition als übergewichtig einzustufen. Ähnlich verzerrt stellt sich die Situation z.B. mit einem entsprechend ausgeprägten Körperbau (breite Schultern oder breite Hüften) dar. Auch kann lokales Fettgewebe im Bereich der Oberschenkel und des Po den BMI verfälschen, ohne dass dem eine pathologische Bedeutung zukommt. Einer Studie der Münchener Ludwig-Maximilians-Universität zufolge ist für die Bewertung von gesundheitlichen Risiken daher der sog. WthR-Wert (Waist-to-height Ratio) besser geeignet, die tatsächlich Krankheit relevanten Körpermaße zu definieren. Trotz allem haben Ergebnisse der Schweizerischen Gesundheitsbefragung gezeigt, dass ein großer Anteil jener Menschen, die einen BMI von 25 bis 30 aufweisen tendenziell weiter Gewicht zunehmen und damit zukünftig als adipös zu bezeichnen sind. Auch muss klar hervorgehoben werden, dass alle, die heute einen BMI von 30 und mehr aufweisen, einmal einen BMI zwischen 25 und 30 hatten. Besonders eindrucksvoll wird das im oben bereits zitierten Behavioral Risk Factor Surveillance System sichtbar.

Allgemein Konsens herrscht jedoch wieder bei der Definition der Adipositas also der Fettsucht. Diese liegt ab einem BMI von 30 vor und definiert sich durch einen derart hohen Fettanteil, dass eindeutig von einer pathologischen Situation gesprochen werden kann. Im vorliegenden Artikel wird primär auf diese Gruppe Bezug genommen.

Ursachen der Adipositas

Das Spektrum der Ursachen für Adipositas ist vielfältig. Es reicht von der individuellen genetischen Veranlagung über die Ernährungsgewohnheiten bis zu den Ursachen im sozialen und ökonomischen Umfeld des Menschen. Aus diesem breiten Spektrum sollen an dieser Stelle primär die Ernährungsgewohnheiten betrachtet werden, die auch als wichtigste Ursache in der Entstehung des Übergewichtes noch vor dem Bewegungsmangel angesehen werden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Umsatz im österreichischen Lebensmittelhandel 2006

Abb. 4 - Prozentuelle Verteilung des Gesamtumsatzes des österreichischen LEH 2006 von 14,5 Mrd. Euro (*geschätzt)

Quelle: AC Nielsen, 2007  

                                                                                                                                 

Ernährung beginnt beim Einkauf. Exemplarisch soll hier die Situation in Österreich dargestellt werden. Hat 2006 der Gesamtumsatz der 3 größten Lebensmittelketten in Österreich knapp 77% betragen, so haben 2009 die 3 führenden Ketten durch Steigerung der Marktanteile und Fusionierungen bereits 83% des Gesamtumsatzes im Lebensmitteleinzelhandel gemacht (Quelle: Nielsen Handel in Österreich Basisdaten 2009). Deren Angebot ist miteinander in vielerlei Hinsicht vergleichbar. So ähneln Warenangebot, Vielseitigkeit und Qualität. Dieser Trend zur Uniformität macht längst nicht mehr vor den Landesgrenzen Halt, sondern findet sich in zunehmendem Maß in ganz Europa. Wobei kein anderes Land in Europa so viele Supermärkte wie Österreich hat. Rund 365 Supermärkte kommen auf 1 Million Österreicher/Innen. Während die Zahl der kleinen Lebensmittelgeschäfte und Nahversorger weiter schrumpft, treiben die Discounter ihre Expansion voran und schrieben eine anhaltende Erfolgsgeschichte. Mittlerweile halten sie einen wertmäßigen Marktanteil von 29,4 Prozent – Tendenz weiter steigend. Hauptursache für diese Entwicklung ist die starke Flächenexpansion der Discounter. Seit 2003 hat sich die Zahl der Filialen um 230 erhöht, während der restliche Lebensmittelhandel nur 130 Standorte eröffnet hat. Hinzu kommt, dass sich die Produktqualität der Discountprodukte immer stärker der Produktqualität des klassischen Lebensmittelhandel nähert und die Konsumenten vor allem angesichts der wirtschaftlichen Situation lieber zu Billigprodukten greifen (Quelle: Lebensministerium Öffentlichkeitsarbeit, 2008). Auf die Frage, welche Maßnahmen sie treffen würden, um trotz Krise im Budget zu bleiben, geben die Österreicher/Innen an erster Stelle mit 77% an, billigere Nahrungsmittel zu kaufen erst an letzter Stelle mit 15% weniger zu rauchen (Quelle: Nielsen, 2009).

Durch die Konzentration des Nahrungsmittelangebotes auf wenige Distributionsketten, ergibt sich zwangsweise ein sehr ähnliches Konsumverhalten weiter Teile der Bevölkerung. Die angebotenen Nahrungsmittel sind im allgemeinen industriell hergestellt und damit reich an konservierenden Zuckern, Hefen, zahlreichen Additiva und Geschmack verstärkenden Fetten. Dies führt häufig über eine überschießende Insulinfreisetzung nach deren Konsum zu einem verstärkten Hungergefühl und damit zum Anreiz nach kurzen Intervallen bereits wieder zu essen. Die Werbung, die verniedlichend die kleine Mahlzeit zwischendurch propagiert, unterstützt diesen Circulus vitiosus nachhaltig. Dass z.B. der Konsum sog. pikanter Snacks um 6,2% zugenommen hat, darf vor diesem Hintergrund nicht verwundern (Quelle: ACNielsen Warenkorbentwicklung). Ähnliches gilt für die sog. Ready-To-Eat Produkte (Quelle: ACNielson What´s Hot Around the Globe) wie auch der Besuch der Fast-Food Ketten. Dem gegenüber steht die individuelle Wahrnehmung der Konsument/Innen, welche Nahrungsmittel von ihnen tatsächlich verzehrt werden. Im Rahmen der ernährungmedizinischen Anamnese wird fast ausnahmslos der Konsum von „gesunden“ Nahrungsmitteln angegeben.

Große Informationslücken betreffen die Bedeutung des Geschmacks von Lebensmitteln. Das menschliche Sensorium ist in der Lage unterschiedlichste Geschmacksrichtungen wahrzunehmen und individuell zu graduieren bzw. zu klassifizieren. Der physiologische Sinn einer ausgeprägten Geschmackswahrnehmung besteht darin, den Menschen jahreszeitlich abgestuft die unterschiedlichsten Lebensmittel als wohlschmeckend erscheinen zu lassen und damit Lust auf Abwechslung zu erzeugen. Damit wäre eine ausgeglichene Versorgung mit natürlichen Mikronährstoffen ebenso gegeben, wie vor allem ein positives Erleben von Ernährung im Sinn der Slow-Food Bewegung.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Anteil der Ausgaben für Nahrungsmittel an den Konsumausgaben in Deutschland

Abb. 5 - Diese Abbildung zeigt die prozentuelle Entwicklung der Ausgaben gemessen am privaten Gesamthaushalt seit dem Jahr 1900 in Deutschland. Besonders dramatisch war der Rückgang zwischen 1960 und 1970, was parallel mit der einsetzenden Industrialisierung der Nahrungsmittel verläuft.

Der falschen Ernährung folgt die falsche Diät

Würden die angebotenen Diäten und Ernährungsvorschläge funktionieren, so gäbe es das Problem der  Adipositas nicht. Auf die Frage, ob innerhalb der vergangenen 2 Jahre eine Diät durchgeführt wurde antworteten 82% aller Deutschen mit ja (Quelle: Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände, 2008). Aus dieser Ziffer geht die Wirkungslosigkeit fast aller angebotenen Diätkonzepte hervor. Folgende Fehler fallen dabei besonders auf:

   •    viele Diäten sind durch komplizierte Rezepte schwer durchführbar

   •    falsche Ernährungsregeln, wie z.B. die Empfehlung Kohlenhydrat reich zu essen oder Süßstoffe als Zuckerersatz zu verwenden, führen Diäten durch ein entstehendes Hungergefühl ad absurdum

   •    einseitige Diäten können zu Mangelversorgung mit Langzeitschäden führen

   •    Reduktionskost (z.B. bloßes Kalorienzählen) kann ein starkes Hungergefühl provozieren

   •    nach Absetzen der meisten Diäten tritt ein massiver Jojo-Effekt auf

   •    Diäten ändern nur selten die Ernährungsstrategie und damit bleiben die vor der Diät bestehenden Steady-State Bedingungen (Tendenz des Körpers ein bestimmtes Gewicht zu halten) unbeeinflusst

Gerade die erwähnten Steady-State Bedingungen bedürfen einer näherer Analyse. Das Körpergewicht stellt immer das Ergebnis aller persönlichen konstitutionellen Faktoren, der individuellen Ernährungsweise und auch des Kalorienverbrauch z.B. durch Sport dar. Das Resultat ist somit ein bestimmtes Körpergewicht mit einem definierten Prozentsatz an Fettgewebe. Jeder Versuch, dieses Gewichts- und Fettverhältnis zu beeinflussen ohne die ursprünglichen Stellgrößen zu verändern, wird vom Körper mit der Tendenz beantwortet, die Ausgangssituation (= Steady State) wieder herzustellen. So häufen sich z.B. die Berichte, dass nach dem Fettabsaugen, neues Fettgewebe an anderen Körperstellen auftritt, da die Stellgrößen des Körpers durch diese lokale chirurgische Fettreduktion nicht verändert wurden. Dies ist der Grund, warum verantwortungsvolle Chirurgen eine gleichzeitige Ernährungsumstellung als unbedingt notwendige Ergänzung zur  Liposuction sehen.

Ohne Schlüsselstrategie geht nichts

Eine Ernährungsumstellung zum Zweck der nachhaltigen Gewichtsreduktion bedarf einer angepassten Strategie, um die Steady-State Bedingungen in Richtung eines verringerten Fettgewebes zu ändern. Um dies zu erreichen, sind sowohl allgemeine wie auch individuelle Anpassungen der Ernährung notwendig. In den letzten Jahren hat sich als Basis einer gesunden Ernährungsempfehlung der Konsum von Obst, Salat und Gemüse nun gegen die alte Empfehlung, vorwiegend Kohlenhydrate in Form von Getreide zu konsumieren, durchgesetzt (vgl. Entwicklung der Ernährungspyramide). Diese im Grunde sinnvolle Empfehlung steht jedoch im Widerspruch zum Warenangebot in den meisten Supermärkten, die z.B. eine wesentlich größere Auswahl an Fertigpizza-Produkten und anderen Fast-Food Produkten, die reich an Kohlenhydraten sind, denn an Leguminosen anbieten. In der Praxis führt die Empfehlung, mehr Obst, Salat und Gemüse zu konsumieren also bestenfalls zu einer zusätzlichen Versorgung mit diesen Produkten jedoch nicht zu einer grundlegenden Umstellung und einer Reduktion z.B. bestimmter Kohlenhydrate. Dass in Supermärkten z.B. immer öfter fertige Salatmischungen, oft mit einem minderwertigen fettem Dressing als gesunder Snack unter dem Deckmantel einer gesunden Ernährung angeboten werden, erleichtert die Situation für die Konsumenten keinesfalls.

Da es den Konsumenten nicht zumutbar ist, kompliziertes Wissen über neue Ernährungsstrategien selbst zu erarbeiten, muss eine Ernährungsempfehlung quasi einen „eingebauten Automatismus“ zu grundlegenden Veränderungen in sich tragen. Dies funktioniert über sog. Schlüsselnahrungsmittel, die Repräsentanten für bestimmte nutritionelle Schemen sind. Sollte z.B. eine Ernährungsanamnese oder eine Nahrungsmitteltestung durch Ökotrophologen oder Ernährungsmediziner das Ergebnis bringen, dass Süßspeisen einen wesentlichen Grund für die individuelle Gewichtszunahme darstellen, so stellt in diesem Fall Zucker das Schlüsselnahrungsmittel dar. Statt der Empfehlung Süßspeisen zu reduzieren, hat es sich in der Praxis Erfolg versprechender herausgestellt, das Schlüsselnahrungsmittel Zucker zumindest vorübergehend aus dem Ernährungsprogramm völlig zu streichen. Das „zwingt“ fast automatisch in ein neues Ernährungsschema.

Das Fettgewebe und die Rädelsführer

Um die Rädelsführer des eigenen Fettgewebes zu enttarnen, bietet sich zum einen eine sog. Rotationsdiät an. Dabei kann versucht werden durch das gezielte Weglassen bestimmter Nahrungsmittel genau jene zu entdecken, die als besonders aktive Dickmacher für den Anstieg des Fettgewebes verantwortlich sind. Diese fast als kriminalistisch zu bezeichnende Suche kann jedoch sehr langwierig werden, da es sich meist um die Kombination mehrerer Nahrungsmittel handelt, die für die Stoffwechselreaktionen verantwortlich sind. Zum andern ist es aber auch möglich durch eine entsprechend modifizierte Blutanalyse, diese Nahrungsmittel schnell und unkompliziert aufzudecken - quasi die moderne Spurensuche.

Dabei handelt es sich um eine Vergleichsmessung mehrerer Komponenten. Empirisch erhobenen Charakteristika unterschiedlichster Nahrungsmittel werden postprandial gemessene Stoffwechselparameter sowie konstitutionellen Faktoren der Klienten in einem speziellen Computerprogramm gegenüber gestellt. Das Ergebnis wird in eine eigene Graduierung, die individuell äußerst unterschiedlich sein kann, transferiert und schließlich in einer übersichtlichen Ampeldarstellung präsentiert. Die Ernährungskonsequenz dieser Untersuchung ist ein gezieltes Weglassen genau jener strategischen Schlüsselnahrungsmittel, die individuell als besonders gefährliche Dickmacher agieren können. Auf Basis dieser völlig neuen Ausgangssituation wird der Stoffwechsel angeregt, ein neues Gleichgewicht zu suchen. Genau diese Situation kann aber nicht nur den Anteil des Fettgewebes verändern sondern auch über einen metabolisch-hormonellen Kaskadenmechanismus zu einem Ausgleich des Insulinhaushaltes und damit einer Reduktion des subjektiven Hungergefühls kommen. Nur wenn es gelingt, das individuelle Ernährungsmuster zu ändern sowie das Bewusstsein, für Ernährung eigenverantwortlich zu sein, zu stärken, können nachhaltige Strategien gegen die grassierende Adipositas-Epidemie entwickelt werden. Zwar wird es in vielen Fällen bereits zu spät sein, doch darf das nicht davon abhalten, neue Zugangswege zu einer gesunden Ernährung massiv nach Außen zu propagieren und sei es nur, um die heutige Generation der Kinder zumindest teilweise vor einer drohenden Überfettung zu bewahren.

 

Quelle: Salomed GesmbH, A-9872 Millstatt